Darf Homöopathie bei schweren Pathologien wie Krebserkrankungen und Multipler Sklerose angewandt werden? Aber ja! Denn auch bei da kann die Lebensqualität positiv beeinflusst werden. Wie das geht, zeigte Prof. Frass anhand zahlreicher Beispiele mit Verläufen, die auch erfahrene Ärzte erstaunen. Die Ausführungen des Referenten machen Mut, Patienten mit einer limitierenden Krankheit homöopathisch zu unterstützen. Ein inspirierendes Webinar!

Prof. Frass ist international anerkannt – als Intensivmediziner wie als Homöopath. Während über 30 Jahren hat er im klinischen Alltag beide Therapieformen integrativ angewendet, und er forscht auch nach seiner Pensionierung auf beiden Ebenen weiter. Seine Studie über die günstige Wirkung von Homöopathica bei Lungenkrebs wurde 2020 im «Oncologist» veröffentlicht.

Homepathic treatment as an Add-on Therapy..., M Frass.Oncologist. 2020 Dec;25(12):e1930-e1955

 

Impfen aktiviert das Immunsystem gegen die verabreichten Mikroorganismen, durchaus auch im Sinne von Hahnemann. Aber Impfen aktiviert auch andere Mechanismen. Gerade jetzt mit den Massenimpfungen gegen SARS-CoV-2 beobachten wir gehäuft akute wie auch langanhaltende Wirkungen, lokal und systemisch, sowie die Aktivierung vorbestehender Veranlagungen. Die Homöopathie kann derart Geplagten nachhaltig helfen, wie die praxistauglichen Empfehlungen von Markus Wiesenauer zur Behandlung und Vermeidung von Impfreaktionen aufzeigen. Dank seinen Ausführungen finden sich auch im Praxisalltag schnell und sicher die passenden homöopathischen Mittel.

Darüber hinaus versteht er es wie kein anderer, die Hintergründe fürs Auftreten von Pathologien zu erklären und den Weg zum Simillimum zu weisen, selbst bei schweren Erkrankungen. 

Aus der Praxis – für die Praxis: es war wieder ein wunderbares Webinar, wir danken dem Referenten herzlich für seine Tips und Tricks!

Die Errungenschaften der Wissenschaft im Lauf der Zeit – kann die Homöopathie daneben bestehen?

Bei genauer Betrachtung der Schriften Bogers erkennt man die Zeitlosigkeit der Homöopathie, deren Prinzipien auch in der Moderne funktionieren. 

Norbert Winter spannt den Bogen weit und zeigt die verschiedenenen Ebenen der Erkenntnisse – und dass alles mit allem verbunden ist und einander bedingt!

Wir sind von zahlreichen Viren umgeben, die uns krankmachen und zu anhaltenden Beschwerden führen können: dem postinfektiösen Syndrom. Die Homöopathie kann helfen, Regulationsblockaden zu beseitigen und die Krankheitsbereitschaft zu vermindern. 

Mit typischen Beispielen illustrierte Dr. Wiesenauer die Hintergründe von rezidivierenden und langdauernden Krankheitsverläufen. Mit einer kurzgefassten Materia medica wies er auf die wesentlichen Eckpunkte der wichtigsten Arzneien hin und verriet Rezepte, die begleitend zur Homöopathie eingesetzt werden können. Einschlägig vermittelt mit didaktischem Geschick.

Dr. von Ammon präsentierte erste Resultate von homöopathischen Behandlungen von Geruchs- und Geschmacksveränderungen durch Covid-Infektionen und auch von Impfnebenwirkungen.

Dieses Thema der Impfbegleitung beschäftigt uns alle, und auf vielseitigen Wunsch wird im 1. Semester 2022 ein Webinar dazu stattfinden. Wiederum mit Dr. Wiesenauer, der in über 30 Jahren Hausarztpraxis mit dem Impfen in all seinen Facetten bestens vertraut ist.

Webinar findet am Donnerstag, 24. Februar 2022 um 13.30h statt.

Anmeldung im Sekretariat SAHP Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Bei Kindern sind Krankheitsverläufe schnell – entsprechend schnell soll auch die homöopathische Verschreibung erfolgen. Dr. Sigrid Kruse, Kinderärztin am Haunerschen Kinderspital, Uni-Klinik München, vermittelte ihr Rezept: man kenne die drei wichtigsten Arzneimittel für die häufigsten Indikationen: Das Unruhe-ABC: Acon., Bell., Cham. Verbrennungen/Verbrühungen: Canth., Caust., Ars. Kopfschmerzen nach Trauma: Arn., Hyper., Na-sulf. Natürlich immer abgestimmt auf die Modalitäten und auf die Stimmung des kleinen Patienten. Unkompliziert und schnell. Das passende Mittel ist nicht unter diesen ersten drei? Man erweitere seine Materia-medica-Kenntnisse! So macht das Lernen wirklich Spass.

Es tat gut, sich wieder einmal live zu begegnen! Das Hotel Radisson blu in Luzern bot Corona-konforme Bedingungen, und dank zoom konnte das Seminar als Hybrid-Veranstaltung durchgeführt werden.

In der anschliessenden GV wurde als wesentliches Geschäft der Zusammenschluss mit der OSPH/SAGH beschlossen.

Die SAHP feiert ihren 35. Geburtstag!

Als Thema wählten wir die Arzneimittel Coffea – Vanilla – Cacao. Unter versierter Führung besuchten wir diese Pflanzen in der Masoala-Halle des Zürcher Zoos und lernten Spannendes zu Anbau und Welthandel. Gwundrige Enten begleiteten uns, über unseren Köpfen turnten Lemuren, und wir erfuhren einiges vom Geheimnis des Farbwechsels der Chamäleons. Am Nachmittag vermittelte Daniel Jutzi, Homöopath und Drogist aus Oberhofen BE, die homöopathischen Aspekte: Coffea für überempfindliche Personen; Vanilla – die Verführung; Cacao, freundlich und etwas schüchtern. Wir schnupperten an verschiedenen Essenzen und staunten über allerlei Kurioses. Ein Seminar mit zahlreichen Anregungen!

Im Sorell Hotel Zürichberg fühlten wir uns bestens betreut. Wir genossen den warmen Sommerabend auf der Terrasse beim Apéro, anschliessend wurden wir mit dem feinen Gala-Dinner verwöhnt. 

Es herrschte eine wunderbare Atmosphäre, und viele gute Gespräche zeugen vom Zusammenhalt des Vereins. Ein gelungenes Geburtstagsfest!

Dr. med. G. Marx führte ins Thema ein, indem er die aktuellsten naturwissenschaftlichen Einsichten übers Mikrobiom darlegte. In der Individualität der Darmbesiedelung könnte eine Erklärung fürs funktionelle Bauchweh sein – und daraus ergeben sich interessante Therapieansätze: Probiotica, Präbiotica, Stuhltransplantation. Die bewährte Diagnosesicherung kam ebenso zur Sprache wie die neusten Trends zur Linderung bei Beschwerden durch Intoleranzen von Lactose – Fructose – Gluten.

Dr. med G. Bleul ermunterte zur homöopathischen Behandlung mit einem wahren Feuerwerk an Fallbeispielen, die alle häufig in der Allgemeinpraxis vorkommen. Eine praxistaugliche Zusammenstellung ermöglicht die Behandlung von häufigen akuten Magen-Darm-Krankheiten mit relativ geringem zeitlichem Aufwand. Und auch Patienten mit einer komplexen Anamnese von Abdominalbeschwerden profitieren – sorgfältiges Repertorisieren vorausgesetzt. Mit der kurzgehaltenen eingängigen Materia medica konnte die Mittelwahl gut nachvollzogen werden.

Die beiden Referenten sind Experten in ihrem Fach und geübte Dozenten. Es war ein Genuss, den Ausführungen zu folgen. Die abgegebenen Unterlagen dienen der Wissenserweiterung und sind für den Praxisalltag hilfreich.

An Dr. Marx und an Dr. Bleul auch an dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön!

Entsprechend ungezwungen und kameradschaftlich war die Stimmung.

Infrastruktur und Betreuung durch die Belegschaft des Hotels Adula waren tadellos.

Rundum ein hochkarätiges Seminar!