Philippe Frei ist uns als Therapeut mit weit gefächertem Wissen bekannt. Entsprechend gespannt lauschte die Zuhörerschaft seinen Ausführungen zum Thema „Nocebo“.

Patienten, die ein Nocebo benötigen, sind (noch) nicht bereit für eine Heilung. Sie tragen einen Konflikt aus, entweder innerlich mit sich selbst oder mit ihrer Umgebung oder mit der Welt.

Sie fühlen sich nicht befragt, nicht gehört: Der Therapeut soll aktiv oder passiv zuhören (wunderschönes Bsp für passives Zuhören höre auch https://schoenholzer.bandcamp.com/track/s-lied-vo-de-liebi, link mit freundlicher Genehmigung von Markus Schönholzer).

Es gibt Patienten, die wollen/können die erfolgte Besserung nicht zugeben („es ist jetzt zwar etwas besser, aber ich brauche eine andere Therapie“): Der Therapeut ist ihnen zu nah gekommen.

Andere machen Druck auf den Therapeuten („Sie können mir nicht helfen“): die wollen etwas.

Patienten können in ihren Äusserungen sehr verletzend sein. Diese „Angriffe“ muss der Therapeut richtig einordnen und aushalten, damit er nicht selber krank wird, und er muss parieren können, um den Ratsuchenden in die heilende Richtung zu schieben. 

Nocebos sind Mittel, die dem Geplagten Raum für sich und seine Nöte geben und damit einen Zugang zur Heilung ermöglichen. Wird der Patient gehört, muss er nicht mehr für seine Probleme kämpfen.

Welches Nocebo hilft denn? Der Patient gibt mit seinem Verhalten/seinen Äusserungen den Tip, welches homöopathische Arzneimittel diese Tür zur Heilung öffnen wird. Typische Aussagen weisen aufs passende Mittel hin.

Wir danken Philippe Frei für seine spannenden Ausführungen und für die zahlreichen Tips und Tricks aus seiner langjährigen Erfahrung!